Skipping Stones

So., 19.06.16 - So., 21.08.16



Lea Kuhl: O.T. 2014
Lea Kuhl: O.T. 2014
Räume umgeben und strukturieren beinahe alle Situationen des Lebens. Kann man sich ihnen widersetzen, sie beugen, neudefinieren oder erfinden? Die Ausstellung „Skipping Stones“ präsentiert den Blick der Künstlerinnen Sanaz Azizi, Anna Bart, Lea Kuhl und Hannah Melnik auf Räume, ihre Lesarten und ihre Machtstrukturen.

Das Hinterfragen der Grenzen eines Raumes und dessen strukturierende Elemente reicht aus, um die Wirklichkeit des eigenen alltäglichen Raums ins Wanken zu bringen. Bereits kleine Eingriffe verändern die Bewegungen sowie die Wahrnehmung im und vom Raum. Der springende Stein (engl. "skipping stone") streift die verschiedenen Themen.

Die Skulpturen und Rauminstallationen der Künstlerin Lea Kuhl befragen den Raum als solches. Die strukturgebenden Elemente, die den Raum wiedererkennbar machen, werden von ihr betont, in Frage gestellt und herausgelöst.

Anna Bart transferiert gemalte Räume als Installationen von einem Ort zu einem anderen. Gefundene Räume aus dem persönlichen Umfeld der Künstlerin sind Motive von Barts Malerei, die in einer reduzierten Farbpalette den gesamten Raum in Lebensgröße aufgreift und abbildet.

Sanaz Azizis Arbeiten zielen darauf ab, den Raum aufzulösen. Eines ihrer bevorzugten Materialien ist Salz. Es ist dient zugleich als Zeichen, dessen Bedeutung erst durch die Beziehung zum Betrachter entsteht und den Moment der Transformation des Raumes bestimmt.

In den Fotografien von Hannah Melnik schaffen das Abgebildete, die Oberfläche und die Räumlichkeit gemeinsam ein Objekt, das sich von einem Wirklichkeitsanspruch emanzipiert. Perspektiven und Strukturen verschieben sich zu glaubwürdigen aber unmöglichen Raumkonstruktionen.

Künstlerinnen:
Sanaz Azizi, Anna Bart, Lea Kuhl und Hannah Melnik

Kuratorin:
Sabrina Meißner




Die Ausstellung wird gefördert vom Landschaftsverband Weser-Hunte e.V. mit Mitteln des Landes Niedersachen.