Presse

Titel: Neues Rekordjahr
Quelle: Weser Kurier, 25. Januar 2015
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Titel: Mystische Bilderwelten im Syker Vorwerk
Quelle: Weser Kurier, 30. Januar 2015
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Titel: Die wunderbaren Welten der Sabine Wewer
Quelle: Weser Kurier, 23. Januar 2015
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Titel: Boten des Anderen
Quelle: Kreiszeitung, 23. Janaur 2015
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Titel: Expedition zu exotischen Klangwelten
Quelle: Weser Kurier, 24. November 2014
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Titel: Für eine kleine Gruppe von Liebhabern
Quelle: Weser Kurier, 23. Oktober 2014
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Titel: „Ich habe mich gefühlt wie eine Prinzessin“
Quelle: Weser Kurier/Kurier am Sonntag, 12. Oktober 2014
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Titel: Weg sind sie, die Bienen
Quelle: Kreiszeitung, 10. Oktober 2014
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Titel: Dialog der Gegensätze
Quelle: Weser Kurier, 5. Juli 2014
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Titel: Wuchtiges aus der Hölle
Quelle: Kreiszeitung, 4. Juli 2014
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Titel: Eine der ältesten Formen plastischer Ausdrucksmöglichkeit
Quelle: Weser Kurier, 14. April 2014
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Titel: Baumstoff als Baustoff
Quelle: Kreiszeitung, 12. April 2014
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Titel: Kein Königsweg zum Format
Quelle: Kreiszeitung, 19. Februar 2014
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Titel: Zerstörung im Sinne der Kunst
Quelle: Weser Kurier, 13. Februar 2014
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Titel: Ausstellung im Syker Vorwerk: Doppeltes Experiment mit der Ordnung
Quelle: Weser Kurier, 18. November 2013
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Titel: Passt über kein Wohnzimmersofa
Quelle: Kreiszeitung, 15. November 2013
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Titel: Blaues Wunder in der Kunst
Quelle: Kreiszeitung, 4. November 2013
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Titel: Satt und dekandent
Quelle: Kreiszeitung, 3. August 2013
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Titel: Amerika, wir kommen!
Quelle: Kreiszeitung, 6. April 2013
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Titel: Über die Schönheit von Reise und Abenteuer
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 6. April 2013
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Titel: Snakefarm: Ein Kleinod aus dem Neo-Folk
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 4. März 2013
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Titel: Duum im Vorwerk: Wenn der Körper die Instrumente ersetzt
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 4. März 2013
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Titel: Revolverschuss statt roter Rosen beim Rendezvous
Quelle: Kreiszeitung, 27. Februar 2013
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Titel: Vom Ei zum Fliegen
Quelle: Kreiszeitung, 8. Dezember 2012
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Titel: Hund kaut Holz
Quelle: Kreiszeitung, 24. August 2012
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Titel: Grinsend ins Grab
Quelle: Kreiszeitung, 11. Mai 2012
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Titel: Paulina Cortés spielt mit Licht und Schatten
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 22. Februar 2012
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Titel: Spaziergang und Sprünge
Quelle: Kreiszeitung, 22. Februar 2012
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Titel: Keine Rettung vor dem Wandel
Quelle: Kreiszeitung, 4. Februar 2012
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Titel: Das Syker Vorwerk und seine Aktivitäten
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 25. Januar 2012
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Titel: Dioden-Klo und Plüsch-Bett
Quelle: Kreiszeitung, 3. Dezember 2011
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Titel: Ungewöhnliche Klangwelt für nur wenige Zuhörer
Quelle: Kreiszeitung, 21. November 2011
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Titel: Tiger auf der Achse
Quelle: Kreiszeitung, 21. Oktober 2011
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Titel: Künstlerische Hommage an die Delta Tigers
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 21. Oktober 2011
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Titel: Gedanken um den Marmor-Platz
Quelle: Kreiszeitung, 5. Oktober 2011
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Titel: Als die berühmten Bildhauer nach Syke kamen
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 5. Oktober 2011
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Titel: Tiger-Flagge weht am Hohen Berg
Quelle: Kreiszeitung, 4. Oktober 2011
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Titel: Eine Fahne für die Delta Tigers
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 30. September 2011
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Titel: Tiger auf dem Sprung über das Delta der Ur-Weser
Quelle: Kreiszeitung, 29. September 2011
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Titel: Zwischen Feng Shui und Zauberkraft
Quelle: Kreiszeitung, 9. August 2011
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Titel: Untypische Situationen - freie Gedanken
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 22. Juli 2011
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Titel: Überall lauert etwas Absurdes
Quelle: Kreiszeitung, 22. Juli 2011 Detailinformationen
Titel: „Wir könnten in Syke jeden Tag fünf Konzerte veranstalten“
Quelle: Kreiszeitung, 20. Juli 2011 Detailinformationen
Titel: Außergewöhnlich ungewöhnlich
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 20. Juli 2011
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Titel: Mix aus Rock und Weltmusik beim Musikfestival in Syke
Quelle: Kreiszeitung, 12. Juli 2011
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Titel: Musikalisch-poetischer Abschluss mit Trommeln
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 28. Juni 2011
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Titel: Geschichte, Natur und Kunst miteinander vereinen
Quelle: Kreiszeitung, 28 Juni 2011
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Titel: Keine großen Namen, aber ein beeindruckendes Hörerlebnis
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier
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Titel: Röhrender Hirsch trifft afrikanisches Totem
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 7. Juni 2011
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Titel: Kunst begeistert weiter
Quelle: Kreiszeitung, 4. Juni 2011
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Titel: Positives Zwischenfazit
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 4. Juni 2011
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Titel: Schleifprojekt und Rallye durch das Haus
Quelle: Kreiszeitung, 11. Mai 2011 Detailinformationen
Titel: Syker Vorwerk beim Bremer Kunstfrühling
Quelle: Kreiszeitung, 6. Mai 2011 Detailinformationen
Titel: Kein „Abklatsch“, sondern erneut erste Sahne
Quelle: Kreiszeitung, 2. Mai 2011
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Titel: Straße der Kunst im Syker Vorwerk eröffnet
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 2. Mai 2011
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Titel: Leiden on the road
Quelle: Kreiszeitung, 30. April 2011
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Titel: Der Landkreis wird bunt
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 30. April 2011
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Titel: Allee der Baumschlucker
Quelle: Kreiszeitung, 6. Februar 2011
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Titel: Vom Hartstuck über Marmor und Granit
Quelle: Weser Kurier / Syker Kurier, 4. Februar 2011
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Titel: Draußen vor der Tür
Quelle: HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, 5. Juli 2010
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Titel: Gewitzte Desillusionierung: Landschaftsbilder im Syker Vorwerk
Quelle: Weser Kurier, 5. Januar 2011 Detailinformationen
Titel: Farbscholle und Ackerfurche
Quelle: Kreiszeitung, 13. November 2010
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Titel: Mehr als nur ein schwarzer Strich
Quelle: Weser Kurier, 12. November 2010
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Titel: Bedrohlichkeit der Maschine
Quelle: Weser Kurier, 8. September 2010 Detailinformationen
Titel: Swingrays luden zum Träumen ein
Quelle: Kreiszeitung, 16. August 2010 Detailinformationen
Titel: Ein spannendes Nebenher
Quelle: Kreiszeitung, 13. August 2010 Detailinformationen
Titel: Einblick in die Sammlung Hans-Albert Walter
Quelle: Weser Kurier / Syker Kurier, 14. Juli 2010
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Titel: Erst viel später war bei ihm die Zahl
Quelle: Kreiszeitung, 13. April 2010 Detailinformationen
Titel: Wenn das Vorwerk zum Filmset wird
Quelle: Kreiszeitung, 10. Juli 2010 Detailinformationen
Titel: Ein „Bienenbeet“ im Park
Quelle: Kreiszeitung, 14. Juni 2010
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Titel: Bewegung in den Wald-Weg-Zeichen
Quelle: Kreiszeitung, 9. Juni 2010 Detailinformationen
Titel: Flotte Geburtstagsgrüße aus Berlin
Quelle: Kreiszeitung, 6. Juni 2010 Detailinformationen
Titel: „Gefühlen freien Lauf lassen“
Quelle: Weser Report, 16. Mai 2010 Detailinformationen
Titel: Berühmt und berüchtigt
Quelle: Kreiszeitung, 3. Mai 2010 Detailinformationen
Titel: Natürlich ist die Kunst
Quelle: Kreiszeitung, 14. Mai 2010 Detailinformationen
Titel: Künstler erschafft Skulptur mit den Besuchern
Quelle: Kreiszeitung, 11. Mai 2010 Detailinformationen
Titel: Voller Ironie in eine schlechte Welt
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 30. April 2010 Detailinformationen
Titel: Von Todesengeln bis Tennisstars
Quelle: Kreiszeitung, 30. April 2010
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Titel: Neue Flötenklänge
Quelle: Kreiszeitung, 8. April 2010 Detailinformationen
Titel: „Das ist ein Vampir der nachdenkt“
Quelle: Kreiszeitung, 15. Februar 2010
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Titel: Enorme Schaffenskraft
Quelle: Kreiszeitung, 8. Februar 2010
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Titel: Schritt für Schritt ins Vorwerk
Quelle: Kreiszeitung Syke, 30. Dezember 2009
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Titel: Konzertreihe im Vorwerk
Quelle: Weserreport, 18. Oktober 2009 Detailinformationen
Titel: Zu Gast im Syker Vorwerk
Quelle: Weserreport, 18. Oktober 2009 Detailinformationen
Titel: Das Auge vollendet
Quelle: Kreiszeitung Syke, 16. Oktober 2009
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Titel: Mehr regionale Kunst
Quelle: Weser Report, 21. Juni 2009 Detailinformationen
Titel: Niveauvoll und bürgernah
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 19. Juni 2009 Detailinformationen
Titel: "Haus in seiner Schönheit gestalten"
Quelle: Kreiszeitung Syke, 19. Juni 2009
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Titel: Brennen für die Kunst
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 5. Juni 2009 Detailinformationen
Titel: Nebel weckt Sehnsüchte
Quelle: Kreiszeitung Syke, 6. März 2009 Detailinformationen
Titel: Mit Tempo gegen Ende - "Neues Sehen" statt politischer Klischees: Das Syker Vorwerk zeigt Gegenwartskunst aus Israel
Quelle: Kreiszeitung Syke, 24. November 2008 Detailinformationen
Titel: Die Schatten des Morgens - "Neues Sehen": Junge Kunst aus Israel in der Städtischen Galerie Bremen und im Syker Vorwerk
Quelle: Kreiszeitung Syke, 24. November 2008 Detailinformationen
Titel: Die Kunst, eine Erzählung - Minigolf auf dem Ausstellungsparcours: Daniel Schürer ebnet im Syker Vorwerk die etwas anderen Wege zum Bild
Quelle: Kreiszeitung Syke, 20. Oktober 2008 Detailinformationen
Titel: Werke von Daniel Schürer
Quelle: Die Wochenpost, 15. Oktober 2008 Detailinformationen
Titel: Mobile Zelte, Golfschläger und vieles mehr
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier, 10. Oktober 2008 Detailinformationen
Titel: Anregende Spielereien zwischen Berechnung und Poesie
Quelle: Weser Kurier, 11. August 2008 Detailinformationen
Titel: Wege zwischen zwei Kulturen
Quelle: Kreiszeitung Syke, 8. Juli 2008 Detailinformationen
Titel: Typologisch, na logisch
Quelle: Weser Kurier, 15. Juli 2008 Detailinformationen
Titel: Nicht ohne Wodka ins All
Quelle: Kreiszeitung Syke, 21. Mai 2008 Detailinformationen
Titel: Künstlerische Visionen des Schlafens
Quelle: Weser Kurier, 16. Mai 2008 Detailinformationen
Titel: Ouvertüre mit Obst und Gemüse
Quelle: Kreiszeitung Syke Detailinformationen
Titel: Neue Kunst glänzt im alten Haus
Quelle: Weser Kurier, 15. Februar 2008 Detailinformationen
Titel: Mit geschlossenen Augen
Quelle: Weser Kurier/Syker Kurier Detailinformationen
Titel: Lebhafte Ruhelage
Quelle: Kreiszeitung Syke Detailinformationen
Titel: Vorgeschmack auf das Vorwerk
Quelle: Weser Kurier, 22. Januar 2008 Detailinformationen
Titel: Licht in den Himmel geschickt
Quelle: Weser Kurier, 25. März 2008 Detailinformationen
Titel: Altes Vorwerk für zeitgenössische Kunst eröffnet
Quelle: Weser Kurier, 1. Oktober 2007 Detailinformationen


„Ich habe mich gefühlt wie eine Prinzessin“

Von Jörn Dirk Zweibrock

In Berlin geboren, führte das Leben Luise Scherf erst ins Osnabrücker Land, später nach Syke und letztendlich als langjährige First Lady in das kleinste Bundesland Deutschlands. Die 76-Jährige Frau von Bremens Altbürgermeister Henning Scherf ist mit Leib und Seele Großmutter, engagiert sich leidenschaftlich für Nicaragua. Ihr Lebenselixier ist die Musik.


Erhard Siebert-Meyer zu Hage, Luise Scherfs Vater, war der zweite Spross einer Bauernfamilie. Weil traditionell der Erstgeborene den elterlichen Hof übernahm, schlug er später eine Karriere als Verwaltungsjurist ein. Von 1954 bis 1974 war Siebert-Meyer Oberkreisdirektor (OKD) des Altkreises Grafschaft Hoya. Mit Syke als Kreisstadt. Ein glücklicher Umstand für Luise Scherf, denn so konnte sie einen Teil ihrer Jugend im Syker Vorwerk verbringen. Residierten in dem herrschaftlichen Gebäude einst die Chefs der Kreisverwaltung, befindet sich dort heute das Syker Vorwerk – ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. In ihrem früheren Zuhause hat sich Luise Scherf auf einen Kaffee mit Jörn Dirk Zweibrock getroffen.

Luise Scherf, welche Erinnerungen haben Sie an dieses Haus?

Nur die schönsten. Es ist 2014 genau 60 Jahre her, dass ich mit meinen Eltern und meiner Schwester ins Syker Vorwerk eingezogen bin. Wir wohnten im ersten Stock. Ich weiß noch wie heute, was es für ein Gefühl war, als ich zum ersten Mal die großen Flügeltüren geöffnet habe und vom Esszimmer aus bis ans andere Ende der Wohnung blicken konnte. Auch den mächtigen Gewölbekeller habe ich noch gut vor Augen. Und die Fledermäuse auf dem Dachboden.

Das klingt ja nach einer richtigen Traumwohnung.

War es auch. Als wir ins Vorwerk eingezogen sind, habe ich mich wie eine Prinzessin gefühlt. Da fehlte eigentlich nur noch der Prinz, der auf dem weißen Pferd angeritten kam. Es war ein Geschenk, einen Teil meiner Jugend, dreieinhalb Jahre – von 16 bis fast 20 – in diesem Haus wohnen zu dürfen. Wenn ich es von außen betrachtet habe, habe ich oft gedacht, da drinnen wohnen Millionäre. So schön war es damals und ist es auch heute mit dem Zentrum für zeitgenössische Kunst wieder geworden.

Haben Sie oft im großen Park gesessen?

Ja. Die Birken hat mein Vater damals noch gepflanzt. Ich freue mich, dass sie auch heute noch stehen. Einmal, da hatte ich als Backfisch so eine Schlankheitsphase. Da habe ich dann Dauerlauf durch den Park gemacht, bestimmt zehn Runden am Stück. Auch im benachbarten Wald, dem Syker Friedeholz, kannte ich früher fast jeden Baum.

Die meiste Zeit haben Sie als Teenagerin doch bestimmt vor dem Klavier verbracht?

Genau. Ich habe stundenlang Klavier geübt. In Bremen bin ich nicht nur aufs Gymnasium, sondern auch zur Musikschule gegangen. Mitglied im Chor war ich dort auch. Obwohl mich unsere damalige Hausangestellte Elfriede – sie kam aus Riede – auch schon mal mit zum Volkstanz ins Syker Kreismuseum genommen hat.

Warum sind Sie denn ganz in Bremen zur Schule gegangen?

Junge (lacht), ich habe 1958 Abitur gemacht, da gab es doch in Syke noch kein Gymnasium. Mein Vater hat sich dann später sehr dafür eingesetzt, dass auch die Hachestadt eine Oberschule bekommt.

Dann hatten Sie ja früher einen wahnsinnig langen Schulweg.

Und ob. Über mir schwebte der Zugfahrplan als Damoklesschwert. Im Gegensatz zu heute ist die Bahn ja früher nur jede Stunde von Syke nach Bremen gefahren. Sie war morgens voll mit Schülern aus Bassum, Syke und Weyhe. Der Bummelzug hat an jeder Milchkanne gehalten.

Haben Sie Hausaufgaben im Zug gemacht?

Klar. Die Bahnfahrt habe ich immer zum Schularbeitenmachen genutzt. Wenn ich dann nachmittags auch noch vom Syker Bahnhof aus mit dem Drahtesel über den kleinen Berg an der Waldstraße nach Hause strampeln musste, habe ich manchmal ganz schön geflucht.

Ein einschneidendes Erlebnis für Sie war die schwere Parkinson-Erkrankung Ihres Vaters. Wie sind Sie damals mit diesem Schicksalsschlag umgegangen?

Als mein Vater ein Pflegefall wurde, musste ich meinen Aufenthalt in Nicaragua unterbrechen. Ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat, als ich gerade aus den Tropen kam und im tiefsten Schnee in Syke zur Apotheke gestapft bin, um für meinen Vater Medikamente zu besorgen. Ich konnte ihn nicht pflegen, auch wenn er es sich gewünscht hätte. Weil er mich sehr geliebt hat, hat er meine Entscheidung respektiert. Mein Vater war kurze Zeit im Seniorenheim in Barrien und hat die letzten Jahre später gemeinsam mit meiner Mutter im Haus Riensberg in Bremen verbracht. 1989 ist er gestorben.

Haben sich Ihre Eltern immer als richtige Syker gefühlt?

Haben sie. Meine Eltern haben 33 Jahre lang, von 1954 bis 1987, in Syke gelebt. Nach der Pensionierung meines Vaters mussten sie dann aus dem Vorwerk ausziehen. Anschließend haben sie in einem Haus am Friedeholz gewohnt. Mein Vater und auch meine Mutter waren immer sehr gut in das soziale Geflecht der Stadt eingebunden.

Und Sie? Was hat Ihnen Syke bedeutet?

Als junges Mädchen habe ich die Stadt als furchtbar provinziell empfunden. Eben typisch für die 1950er-Jahre. Über das, was man den Juden kurz zuvor angetan hatte, wurde einfach nicht gesprochen. Mit meinem Vater habe ich aber lange Gespräche über dieses Thema und seine persönliche Geschichte geführt. Er versuchte, sich darüber klar zu werden, warum er in die NSDAP eingetreten war. Im Nachhinein fand er das furchtbar.

Ist Ihnen Syke nach dem Abitur zu eng geworden?

Ja. Ich wollte einfach raus, die Welt erobern, bin zum Studium nach Berlin gegangen. Musik und Pädagogik. Das war damals schon ein richtiges Kontrastprogramm zu Syke. Zwei Jahre später haben mein Mann und ich in Hamburg sehr früh eine Studentenehe mit Kind geführt.

Heute schätzen Sie Syke. Warum?

Meine Wahrnehmung hat sich grundlegend geändert. Im Laufe der Jahre habe ich Syke lieben gelernt. Mit meinem Mann und meinen drei kleinen Kindern habe ich früher alle 14 Tage meine Eltern in Syke besucht. Meine Kinder haben im Syker Vorwerk viele glückliche Stunden verbracht. Das, was mein Vater damals bei uns versäumt hat – er war ja als Soldat im Krieg – hat er dann später bei seinen Enkeln wieder nachgeholt. Heute empfinde ich Syke als eine sehr lebhafte kleine Stadt, die im Bremer Speckgürtel liegt. Ich komme immer wieder gerne hierher, habe schon etliche Ausstellungen im Vorwerk, meinem früheren Zuhause, besucht.

Sie waren 20 Jahre lang im Schuldienst tätig. Im heutigen Diepholzer Nordkreis.

Richtig. In Bremen sollte ich damals als Referendarin gleich Vollzeit arbeiten. Das wollte der Schulrat so. Für eine Mutter von drei kleinen Kindern im Alter von fünf, sieben und neun Jahren aber ein Ding der Unmöglichkeit. Also bin ich zurück nach Niedersachsen gegangen. Dort wurden Lehrer händeringend gesucht und ich bekam eine Halbzeit-Stelle. Ich wollte alles unterrichten außer Musik.

Warum denn das?

Na ja, es ist schon ein großer Unterschied, ob man eine Beethoven-Sonate spielen kann, oder Schülern den Lehrstoff vermitteln muss. Vor meiner ersten Unterrichtsstunde habe ich mir im Stillen gedacht: „Wie können sie dich bloß auf diese armen Schüler loslassen?“ Ich habe dann aber sehr schnell einen guten Zugang zu den Kindern gefunden. In Leeste habe ich viele Jahre lang Musik unterrichtet. Auch an meine Zeit an der Grundschule in Melchiorshausen erinnere ich mich gerne zurück.

Frau Scherf, mit 44 Jahren haben Sie noch Spanisch gelernt, sind dann lange in Nicaragua gewesen. Wie kam es dazu?

Die Kinder waren damals schon aus dem Haus, und ich wollte als Lehrerin einfach mal ein Sabbatjahr einlegen. Meine Tochter hatte zuvor schon in Nicaragua, in der Hauptstadt Managua, gelebt. Für ein Jahr nach der zehnten Klasse war sie dort in die Schule gegangen. Damals waren übrigens noch die Sandinisten an der Macht. Das Projekt Musik in den Armenvierteln habe ich in Nicaragua dann später mit aus der Taufe gehoben.

Irgendwann ist Ihnen dann in Südamerika auch Dietmar Schönherr begegnet.

Richtig. Dietmar war viele Jahre lang Vorsitzender des Vereins Pan y Arte, also Brot und Kunst. Irgendwann hat er dann zu mir gesagt: „Luise, wir machen doch beide das Gleiche.“ Ich war froh, dass ich mich fortan als Musikpädagogin unter dem Dach des Vereins engagieren konnte.

Welche Projekte unterstützt Pan y Arte genau?

Wir fördern mittlerweile vier Projekte in Nicaragua, wollen Kindern aus den Armenvierteln die Begegnung mit Musik und Kunst ermöglichen. Ob es nun in Form einer Malschule oder Bibliothek ist, oder ob ganz einfach junge Lehrer zu den Mädchen und Jungen in die Barrios, die Armenviertel in Managua und Umgebung, fahren und mit ihnen singen, tanzen und flöten.

Seit wann ist Ihr Mann jetzt Vorsitzender des Vereins?

Seit 2006 ist er Vorstandsvorsitzender von Pan y Arte. Wie damals Dietmar sucht mittlerweile auch Henning so langsam nach einem Nachfolger. Nach einem, der das Lebenswerk von Dietmar Schönherr weiterführt.

Frau Scherf, jetzt mal Hand aufs Herz, wie haben Sie eigentlich Ihren Mann kennengelernt?

Wir waren damals ja beide Schulsprecher, er an der Dechanatstraße, ich am Kippenberg-Gymnasium in Bremen. Bei einer Feierstunde musste ich eine Ansprache halten. Da hat Henning mich dann zum ersten Mal gesehen. Später hat er zu Hause erzählt, dass er zwar nicht wisse, wer ich sei und woher ich komme, dass ich aber auf jeden Fall einmal seine Frau werde (lacht).

Wie romantisch. Und wie ist es dann weitergegangen?

Im Syker Schützenhaus hat Henning zum ersten Mal mit mir getanzt. Er hat extra ein Schulfest von Bremen nach Syke verlegt. Nur, damit ich nicht so eine weite Anreise habe. Das wusste ich damals aber alles noch nicht (schmunzelt).

Sind Sie manchmal eifersüchtig, dass er schon fast jede Bremer Frau in den Arm genommen hat, als der „Oma-Knutscher“ schlechthin gilt?

Nein, überhaupt nicht. Das ist eben die freundliche Art, mit der er auf Menschen zugeht. Später, als Frau des Bürgermeisters, habe ich ihn dann – der Höflichkeit entsprechend – zu vielen wichtigen Anlässen begleitet. Nur bei der Schaffermahlzeit habe ich nicht mitgemacht (lacht).

Eine Ihrer Töchter ist lesbisch. Sind Sie für die Homo-Ehe?

Natürlich. Die eingetragene Lebenspartnerschaft gibt es ja schon lange. Was wir nun brauchen, ist die vollständige rechtliche Gleichstellung mit der Ehe. Auch im Adoptionsrecht.

In Bremen fordert jetzt Elisabeth Motschmann (CDU) den Nachfolger Ihres Mannes, Jens Böhrnsen (SPD), heraus. Ist die Zeit reif für einen weiblichen Regierungschef?

Dafür ist die Zeit doch überall reif. Ob in Berlin, Buxtehude oder in Syke. Ich finde übrigens auch, dass Frau Merkel eine gute Arbeit macht. Sie ist ein herzlicher Mensch und wirkt auf mich überhaupt nicht manieriert.

Sie leben mit Ihrem Mann nicht in einer Alten-WG, sondern in einer Senioren-Hausgemeinschaft. Haben Sie einen Tipp, wie man erfolgreich altert?

Nein, dafür gibt es kein Patentrezept. Ich kann nur sagen, dass man neben dem Beruf und der Familie auch noch etwas anderes im Leben haben sollte. Etwas, was einen ausfüllt. Bei mir waren das immer die Musik und Nicaragua. Außerdem engagiere ich mich im Freundeskreis der Villa Ichon. Ich denke auch, dass eine positive Grundeinstellung, eine gesunde Portion Optimismus, förderlich für die Gesundheit ist.

Weser Kurier/Kurier am Sonntag, 12. Oktober 2014
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