BEYOND HOMOGENEITY

30.01.2022 - 08.05.2022

Helen Cammock, There is a Hole in the Sky, Part 1, Videostill, 2016 © artist & Kate MacGarry
Lerato Shadi, BATHO BA ME, 2020, Installation © artist
Marwa Arsanios, Who is afraid of ideology, Part 3, Videostill, 2020 © artist & Mor Charpentier
Mónica de Miranda, Whales Wispers, Fotografie, 2020 © artist
Jasleen Kaur, I keep telling them these stories, Videostill, 2018 © artist

Mit der Ausstellung "Beyond Homogeneity", was übersetzt Jenseits der Homogenität bedeutet, kuratiert Alejandro Perdomo Daniels bereits seine dritte Ausstellung für das Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst. 

Die großangelegte Themenausstellung präsentiert Positionen der internationalen Gegenwartskunst, die sich mit der Beziehung von Kunst und Gesellschaft beschäftigen. 

Gesellschaftskritik ist in der kuratorischen und künstlerischen Praxis buchstäblich State of the Art. Das Thema von "Beyond Homogeneity" ist allerdings weitaus spezifischer. Die Konzeption geht auf die These zurück, dass es eine kritische Kunst gibt, die sich mit Asymmetrien und Diskrepanzen der gesellschaftlichen Wirklichkeit befasst und im Kern des Kunstsystems selbst wirkt; eine Kunst, die von einem erweiterten Verständnis von Kultur und Gesellschaft ausgeht und von einem Individuum entwickelt wird, das sich zwischen Kulturen bewegt; eine Kunst und Kunstschaffende jenseits der Homogenität.

Mit unterschiedlichen Mitteln und ästhetischen Strategien setzten sich die zehn Künstler:innen Marwa Arsanios, Delaine Le Bas, Helen Cammock, Andrew Gilbert, Manaf Halbouni, Jasleen Kaur, Monica de Miranda, Harold Offeh, Ahmet Öğüt und Lerato Shadi innerhalb der Ausstellung mit den Faktoren und Bedingungen der immer komplexer werdenden Gesellschaft auseinander.

Da sie nicht nur durch ihre künstlerische Praxis, sondern auch durch ihre Biografie und Lebensführung in nebeneinander bestehenden Kulturzusammenhängen agieren, beziehen sie Stellung zur Komplexität der gemeinsamen Wirklichkeit und machen auf das dialogische Moment im Aufeinandertreffen der kulturellen und subjektiven Vielfalt aufmerksam.
"Beyond Homogeneity" geht über die kunstwissenschaftliche Betrachtung einer These hinaus. Indem sie die Schlagkraft der zeitgenössischen Kunst pointiert zur Schau stellt, schafft die Ausstellung einen Raum für kritische Reflexion und Sensibilisierung. Damit trägt sie, so unsere Hoffnung, zur Gestaltung einer gerechteren, heterogenen und diversen Wirklichkeit bei.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Gefördert von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung.