Hella Berent

EMPTY VOID | Archäologie des Bewusstseins

22.02.2026 - 17.05.2026

Hella Berent, Japan appearence, 2025, 122 x 86 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Guido Schiefer
Hella Berent, Echoes of Love in July, 2025 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Guido Schiefer

Die Ausstellung "EMPTY VOID – Archäologie des Bewusstseins" präsentiert das Werk von Hella Berent, eine wichtige Vertreterin der konzeptuell-zeichnerischen Praxis in Deutschland. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die Zeichnung – für Berent zugleich Fundament, Prozess und Ergebnis. Aus Linien entstehen Malerei, Keramikskulpturen, Installationen und Künstlerbücher, in denen Körper, Material und Wahrnehmung in Beziehung treten.

Farbe spielt eine zentrale Rolle: Arbeiten aus 2025 auf feinstem Papier setzen auf Silber, Gold, Magenta, Schwarz und leuchtendes Blau. Sie erzeugen Tiefe und Sinnlichkeit und werden zu Trägern von Emotion, Erinnerung und Erfahrung.

Ein besonderes Highlight ist die Installation "Ägyptische Zunge" im Gewölbekeller des Syker Vorwerks. Erstmals wird dieser historische Untergeschoss-Raum von einer Künstlerin bespielt. Mauern, Hohlformen und glasiertes Material schaffen einen Raum zwischen Innen und Außen, Dichte und Leere – ein Erfahrungsraum, in dem Zeit, Erinnerung und Wahrnehmung spürbar werden.

Hella Berents Werk ist besonders relevant, weil es transkulturelle Perspektiven eröffnet und die Verbindung von sinnlicher Materialität mit poetischem Denken über Wahrnehmung, Raum und kulturelle Identität erlebbar macht. In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung zeigt die Ausstellung, wie Kunst Verständigung über Differenzen hinweg ermöglichen kann – über Sprachen, Kulturen und Weltbilder hinweg.

Hella Berent wurde 1948 in Thedinghausen geboren, wuchs in Bremen auf und lebt und arbeitet heute in Köln sowie international.

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