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Die Kids sind nicht alright!

04.10.2026 - 17.01.2027

Sophia Hirsch, Wandzeichnung und Zeichnungen aus der Graphic Novel Ästhetik des Scheiterns, Ausstellungsansicht Berlin 2024
Oskar Schmidt, ATA VEB Waschmittelwerk Genthin, 2023, Eitempera und Öl auf Holz © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
David Polzin, Atmung der Verwahrlosung, 2024, Rauminstallatation, Ausstellungsansicht Berlin 2024 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

In der Ausstellung Die Kids sind nicht alright! setzen sich elf Künstler:innen in den Medien Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Film, Skulptur und Rauminstallation mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung auseinander. Die gezeigten Arbeiten verhandeln Fragen von Herkunft, Erinnerung, Identität und sozialer Prägung und werfen zugleich einen kritischen Blick auf politische Systeme, gesellschaftliche Werte und ökonomische Umbrüche.

Die Ausstellenden eint, dass sie entweder noch Kinder waren, als 1989 die Mauer fiel, oder kurz nach der Wiedervereinigung geboren wurden. Aufgewachsen in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation, spiegeln ihre Arbeiten Erfahrungen von Umbruch, Unsicherheit und Neuorientierung wider, die viele Familien in Ostdeutschland prägten. Dabei werden persönliche Familiengeschichten ebenso sichtbar wie kollektive Erinnerungen und gesellschaftliche Spannungen, die bis heute nachwirken.

Im Zentrum der Ausstellung stehen sowohl individuelle Identitätssuchen als auch die strukturellen Bedingungen der Nachwendejahre im Osten Deutschlands. Die künstlerischen Positionen eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven auf ostdeutsche Sozialisation, Erinnerungspolitik und gegenwärtige Debatten um Zugehörigkeit, Klasse und gesellschaftliche Teilhabe.

Präsentiert werden Werke von Nadja Buttendorf (*1984, Dresden), Susan Donath (*1979, Apolda), Sophia Hirsch (*1987, Ost-Berlin), Florian Kunert (*1989, Neustadt bei Dresden), Eric Meier (*1989, Ost-Berlin), Norman Neumann (*1982, Wismar), Minh Duc Pham (*1991, Schlema im Erzgebirge), David Polzin (*1982, Hennigsdorf bei Berlin), Oskar Schmidt (*1977, Erlabrunn im Erzgebirge), Manuel Sékou (*1991, Dresden) und Anna Zett (*1983, Leipzig).

Die Ausstellung ist konzipiert und  kuratiert von Dr. Meta Marina Beeck.

Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und wird nach der Station im Museum unter Tage / Situation Kunst der Ruhr-Universität Bochum (07.05.-13.09.2026) im Syker Vorwerk gezeigt. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Begleitend findet ein vielfältiges Rahmenprogramm statt, das in Kürze bekannt gegeben wird.

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